Die Automobilindustrie in Thailand steht an einem Wendepunkt. Wie der Verband der thailändischen Industrie (FTI) berichtet, ist die Automobilproduktion im April 2026 auf den niedrigsten Stand seit fünf Jahren gefallen. Das ist schon eine ziemliche Hausnummer! Mit nur 103.794 produzierten Fahrzeugen hat sich die Produktion um 0,44 % im Vergleich zum Vorjahresmonat verringert. Und das, obwohl die Inlandsverkäufe von Pkw um 2,54 % auf 48.394 Fahrzeuge zulegten, teilweise dank der Bestellungen, die auf der Bangkok International Motor Show (BIMS) 2026 getätigt wurden. Doch die Exportzahlen sehen weniger rosig aus: Sie sanken um 8,43 % auf 60.190 Fahrzeuge.

Die Hauptgründe für diesen Rückgang? Nun, die Instabilität im Nahen Osten sorgt für Exportstörungen, was auch die Logistik und Schifffahrt betrifft, gekoppelt mit steigenden Energiekosten. Thailand, als größter Automobilproduktionsstandort in Südostasien, sieht sich somit mit Herausforderungen konfrontiert, die die Produktionskosten in die Höhe treiben. Trotz dieser Schwierigkeiten hält die FTI an ihrer Prognose fest, dass die Automobilproduktion im Jahr 2026 um 3 % auf rund 1,5 Millionen Fahrzeuge steigen wird. Vorher wurde bereits ein Rückgang um 0,9 % für 2025 auf 1,455 Millionen Fahrzeuge vorhergesagt. Das sind schon ganz schön viele Zahlen, die man im Kopf behalten muss!

Export und Umweltvorschriften

Ein weiterer Blick auf die Exportzahlen zeigt, dass die thailändische Automobilindustrie auch international zu kämpfen hat. Im Januar 2026 fielen die Exporte um 6 % im Vergleich zum Vorjahr auf 58.405 Einheiten – der niedrigste Stand seit Mai 2022. Strengere Umweltvorschriften und Währungsfluktuationen haben dazu beigetragen, dass die Nachfrage nach thailändischen Fahrzeugen im Ausland abgenommen hat. Besonders Australien hat seit Mitte 2025 strengere Standards eingeführt, was die Nachfrage nach bestimmten Modellen deutlich reduziert hat. Surapong Paisitpatanapong, der Vizevorsitzende der FTI, berichtet von einem Rückgang der Exporte in Asien, Afrika, Nordamerika, Lateinamerika und Mittelamerika. Die Exportwerte sanken im Vergleich zum Vorjahr um 5,6 % auf 39 Milliarden Baht. Das macht einen schon etwas betroffen, wenn man sieht, wie sehr sich die Lage zuspitzt.

Ein weiteres Problem ist die Aufwertung des Baht, die thailändische Fahrzeuge im Ausland teurer macht. Der Baht hat sich im Vergleich zu regionalen Währungen erheblich aufgewertet und liegt aktuell bei 31 Baht pro US-Dollar. Diese Währungsstärke könnte die Wettbewerbsfähigkeit der thailändischen Automobilhersteller beeinträchtigen. Trotz dieser Herausforderungen gab es jedoch auch Lichtblicke: Im Januar stieg die gesamte Auto-Produktion in Thailand um 10,5 % auf 118.386 Einheiten, was Hoffnung gibt. Besonders das Pickup-Segment boomt mit einem Anstieg um 153 %, und auch die Produktion von batterieelektrischen Fahrzeugen (BEVs) nimmt unter dem EV3.5-Programm der Regierung zu.

Der Weg zur Elektromobilität

Die thailändische Regierung setzt stark auf Elektromobilität, um die heimische Automobilindustrie anzukurbeln. Das Ziel ist ambitioniert: Bis 2030 sollen 50 % der verkauften und 30 % der produzierten Pkw in Thailand E-Autos sein. Hierzu wurden verschiedene Förderprogramme für Hersteller, Händler und Käufer ins Leben gerufen. Im Jahr 2024 wurde das Programm EV 3.5 eingeführt, um die Produktion in Thailand weiter zu fördern. Hersteller können für jedes in Thailand hergestellte E-Auto ein weiteres des gleichen Modells zollvergünstigt importieren. Das ist schon ein ganz schöner Anreiz!

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Im Januar 2026 wurden knapp 32.000 E-Autos verkauft – das macht mehr als das Vierfache im Vergleich zum Vorjahr. Das Angebot an E-Autos in Thailand umfasst mittlerweile 85 Modelle, wobei über 90 % der Verkäufe auf chinesische Modelle entfallen. Und die Investitionen chinesischer Automobilhersteller in Thailand sind ebenfalls beeindruckend. Hersteller wie BYD und GWM haben große Produktionskapazitäten aufgebaut, um die Nachfrage nach E-Autos zu bedienen. Das könnte die Preise senken und den Wettbewerb ankurbeln.

Doch die Herausforderungen bleiben. Die Ladeinfrastruktur in Thailand hinkt hinterher, und bis Ende 2025 gab es nur 4.400 öffentliche Ladestandorte mit knapp 13.000 Ladestationen. Das ist nicht gerade viel, wenn man bedenkt, wie schnell die E-Auto-Nachfrage steigt. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiterentwickelt und ob die Branche die nötigen Anpassungen vornehmen kann, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können.