Heute ist der 12.05.2026, und ich sitze hier in Bangkok, wo es um die Ecke immer ein bisschen nach Straßenessen riecht. Die Stadt pulsiert, und unter diesem urbanen Gewimmel finden wir die Bangkok Expressway & Metro (BEM). Dieses Unternehmen ist ein ganz großer Fisch im Teich der Mautstraßen und Schnellbahnlinien in Thailand. Es transportiert täglich Millionen von Fahrzeugen und Hunderttausende von Pendlern. Klingt nach einer tollen Sache, oder?

BEM bietet eine interessante Möglichkeit für Investoren, die in Infrastruktur-Exposure eines Schwellenlandes investieren möchten. Die stabilen Cashflows sind verlockend, aber man sollte die Risiken nicht außer Acht lassen. Politische Instabilität, hohe Schuldenlast und Währungsrisiken sind nur einige der Herausforderungen, mit denen Anleger konfrontiert werden. Und natürlich, die Dividende – die bewegt sich in einem Bereich von 50–70 % des Nettogewinns. Das könnte für Investoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz durchaus attraktiv sein. Aber kleiner Wermutstropfen: Die Dividende wird in Thai Baht ausgezahlt, was natürlich ein Währungsrisiko für uns Europäer bedeutet. In den letzten Jahren hat der Baht an Wert verloren, was die Rendite in Euro beeinflussen kann.

Die politische und wirtschaftliche Lage in Thailand

Das globale Investitionsumfeld hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Die Anleger müssen die wirtschaftliche und politische Situation in Thailand aktiv überwachen. Politische Unsicherheiten, die nicht nur Thailand, sondern auch andere Länder betreffen, können zu erheblichen Volatilitäten führen. Diese Unsicherheiten zeigen sich auch in den aktuellen Handelsspannungen, die durch Zollankündigungen und Anhebungen der neuen US-Regierung ausgelöst werden. Solche Spannungen könnten die ohnehin schwache Konjunktur im Euroraum zusätzlich belasten, was sich auch auf Investitionen in Schwellenländer wie Thailand auswirken könnte. Zölle können die wirtschaftliche Entwicklung bremsen, indem sie die Exportnachfrage schwächen und Unsicherheit schüren.

Die Bundesbank hat in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung von Unsicherheit hingewiesen. Diese kann Unternehmen und Haushalte in ihren Investitions- und Kaufentscheidungen stark beeinflussen. Ein textbasiertes Unsicherheitsmaß, das Schlagworte in US-amerikanischen Tageszeitungen zählt, zeigt, wie oft über handelspolitische Unsicherheit berichtet wird. Auf der anderen Seite gibt es auch andere Indikatoren, wie die implizite Aktienmarktvolatilität. Diese reagierte im April auf die handelspolitischen Spannungen, war jedoch weniger ausgeprägt als die textbasierten Maße. Die Unsicherheit an den Finanzmärkten des Euroraums hat sich in den letzten Wochen zwar deutlich gelegt, aber die Dauer solcher Unsicherheiten bleibt entscheidend.

Globale Trends und ihre Auswirkungen

Vor diesem Hintergrund kann man die Resilienz der globalen Wirtschaft betrachten. Die Weltwirtschaft erholt sich schneller als erwartet von der Corona-Krise. Dennoch gibt es viele Herausforderungen, insbesondere für Unternehmen, die international agieren. Kaum ein Betrieb blieb während der Pandemie von Unterbrechungen in der Lieferkette verschont. Die Unternehmen haben begonnen, ihre Wertschöpfungsketten widerstandsfähiger zu gestalten. Dies zeigt sich auch in dem Trend zur lokalen Produktion, der bereits vor der Pandemie an Fahrt aufgenommen hatte. Naturkatastrophen und unvorhergesehene Ereignisse können jederzeit den Welthandel stören, wie die Blockade des Suez-Kanals eindrucksvoll verdeutlicht hat.

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Für Investoren, die sich in Schwellenländer wie Thailand begeben, bleibt es spannend. Man muss ständig am Puls der Zeit bleiben, weil sich die Bedingungen schnell ändern können. Die Kombination aus Infrastrukturinvestitionen, politischen Risiken und globalen wirtschaftlichen Trends macht es zu einer aufregenden, aber auch herausfordernden Aufgabe.