In Bangkok wurde am Donnerstagabend eine traurige Nachricht bekanntgegeben: Prinzessin Bajrakitiyabha Mahidol, besser bekannt als „Bha“, ist im Alter von 47 Jahren verstorben. Die offizielle Mitteilung kam vom Königspalast und ließ die Herzen der Trauernden in Thailand schwer werden. Sie hatte seit Dezember 2022 im Koma gelegen, nachdem sie während eines Ausbildungseinsatzes mit Armee-Diensthunden einen Herzinfarkt erlitten hatte. Ihr Gesundheitszustand verschlechterte sich zuletzt durch eine „unkontrollierbare“ Infektion, die schließlich zu ihrem Tod führte.

Hunderte Menschen versammelten sich, um der Prinzessin die letzte Ehre zu erweisen. Der Leichnam wurde in einem feierlichen Trauerzug vom Chulalongkorn-Krankenhaus zum Königspalast gebracht, wo die Zeremonie „mit den höchsten Ehren“ durchgeführt wird. Staatsbedienstete wurden angewiesen, schwarze Kleidung zu tragen, und die Flaggen wehen für 15 Tage auf Halbmast. Während der Zeremonie nahmen Trauernde an buddhistischen Ritualen teil und spendeten Weihwasser. Prinzessin Bha war nicht nur eine prominente Figur im thailändischen Königshaus, sondern auch Juristin und eine engagierte Kämpferin für Frauenrechte. Ihre Rolle als Leiterin des Personenschutzkommandos ihres Vaters, König Maha Vajiralongkorn, war ebenso bedeutend.

Ein Leben voller Engagement

König Maha Vajiralongkorn hat insgesamt sieben Kinder aus vier Ehen, aber die Frage nach einem offiziellen Thronfolger bleibt ungeklärt. Prinzessin Bha hätte in der thailändischen Monarchie eine wichtige Rolle einnehmen können, doch ihr tragischer Tod hinterlässt eine große Lücke. Ihr Engagement für soziale Themen wird in der thailändischen Gesellschaft in Erinnerung bleiben.

Es ist bemerkenswert, dass die Trauer um die Prinzessin nicht nur in Thailand spürbar ist. Auch international wird ihr Verlust wahrgenommen. Ihre Verbindung zu sozialen Themen und insbesondere zu Frauenrechten hat sie zu einer wichtigen Stimme im Königreich gemacht. In einer Zeit, in der die Rolle der Monarchie und der Einfluss des Königshauses auf die Gesellschaft diskutiert werden, könnte ihr frühes Ableben eine Welle des Nachdenkens über die Zukunft der thailändischen Monarchie auslösen.

Ein Blick auf die königliche Familie

In diesem Zusammenhang ist es interessant, einen Blick auf die Familie von König Vajiralongkorn zu werfen. Der Monarch, der oft in Deutschland weilt, hat dort, genauer gesagt in Bayern, zwei Villen in Tutzing und Feldafing am Starnberger See. Sein Sohn, Kronprinz Dipangkorn, lebte zeitweise in einer dieser Villen und besuchte die Schule in der Region. König Vajiralongkorn selbst lebte bis zum Tod seines Vaters im Oktober 2016 in der Villa Stolberg, die unter Denkmalschutz steht und 1926 erbaut wurde. Es ist auch bemerkenswert, dass die deutsche Bundesregierung bestätigte, dass sich in Tutzing keine konsularische oder diplomatische Liegenschaft Thailands befindet, was Fragen zur Steuerpflicht aufwirft.

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In den letzten Jahren hat der König immer wieder für Schlagzeilen gesorgt. Während der COVID-19-Pandemie mietete er das Grand Hotel Sonnenbichl in Garmisch-Partenkirchen, was in Thailand für kritische Kommentare sorgte. Dort wird die Majestätsbeleidigung sehr ernst genommen, und es gab zahlreiche Warnungen. Im Oktober 2020 forderten Demonstranten in Bangkok die deutsche Regierung auf, die Aktivitäten des Königs während seiner Aufenthalte zu untersuchen, was die Komplexität der thailändisch-deutschen Beziehungen verdeutlicht. Es bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen der Tod von Prinzessin Bha auf die königliche Familie und die thailändische Gesellschaft haben wird.