Die Royal Jordanian Airlines, ein Name, der in der Luftfahrt immer wieder auftaucht, hat sich trotz aller Krisen und Spannungen in der Region behauptet. Diese Expansion wird durch die Einführung neuer Airbus A320neo unterstützt, während sich die Langstreckenflüge auf die beeindruckenden Boeing Dreamliner konzentrieren. Es ist spannend zu sehen, dass bald eine zusätzliche Boeing 787-9 nach Jordanien kommen soll. Diese Modernisierung umfasst auch die Aufwertung älterer Boeing 787-8, die mit einer neuen Business Class ausgestattet werden. Das ist ein Zeichen für die Ambitionen der Airline, die sich in einem Transformationsprozess befindet.

Ein kürzlicher Flug nach Bangkok, Teil eines oneworld-Trips von Tunis über Amman, hat einige interessante Einblicke in das Erlebnis an Bord gegeben. Abflug war um 03:40 Uhr – naja, es wurde dann 04:06 Uhr – und die Ankunft in Bangkok um 15:25 Uhr war letztlich 15:16 Uhr. Die Flugnummer RJ180 und der Sitz in der Business Class (1A) waren dabei die Highlights. Die Konfiguration? 24 Sitze in der Business Class und 246 in der Economy Class. Gebucht über Booking.com, wurden dabei 5.300 Avios und 1.060 TP gesammelt, was für Vielflieger ein netter Bonus ist.

Erster Eindruck und Boarding

Das Boarding verlief recht reibungslos. Business Class Passagiere hatten die Freiheit, jederzeit einzusteigen, was immer ein netter Bonus ist. Das Interieur der Boeing 787-8 war allerdings ein wenig abgenutzt und die 2-2-2-Konfiguration der Business Class könnte durchaus als überholt angesehen werden. Komfortartikel wie Kissen und Decken lagen bereits auf den Sitzen, während die Crew weitere Artikel verteilte. Gut, dass man nicht auf das Nötigste verzichten muss, oder?

In der Bordküche war viel Betrieb, und die Welcome Drinks wurden schnell serviert. Am Anfang war das Frühstücksangebot etwas chaotisch – es dauerte ewig, bis die ersten Tabletts kamen, und das Champagnerglas wurde ungekühlt und mit wenig Kohlensäure serviert. Nach einer Reklamation kam zwar ein neues Glas, aber man fragt sich: Wie kann das passieren? Die zweite Mahlzeit, die etwa zwei Stunden vor der Landung serviert wurde, war zudem nicht einmal in der Menükarte aufgeführt. Das ist schon merkwürdig, oder?

Der Service und die Annehmlichkeiten

Der Service war leider nicht das, was man sich erhofft. Besonders die jüngeren Flugbegleiter schienen wenig Interesse zu zeigen, während nur eine ältere Dame proaktiv war. Die Toiletten? Na ja, es gab zwar zwei für die Business Class, aber eine dritte für die Economy Passagiere. Die Hygiene – ein großes Thema, denn während eines Fluges war die Toilette für die Business-Class-Passagiere in einem unhygienischen Zustand. Das ist definitiv nicht das, was man in der Business Class erwarten würde.

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Die Sitze, die als Collins Aerospace Diamond-Sitze bekannt sind, wurden mit dicken Matratzenauflagen ausgestattet, was den Komfort erhöht. Allerdings sind sie nicht wettbewerbsfähig im Vergleich zu dem, was andere Airlines bieten. Es gab kostenlose Viasat-Wi-Fi für alle Passagiere, was zwar schön ist, aber auch nicht genug, um die Mängel im Service und in der Essensauswahl auszugleichen. Der Lounge-Bereich in Amman war ebenfalls unordentlich und viele Tische wurden nicht gereinigt. Ein Gesamterlebnis, das die Erwartungen nicht ganz erfüllte, trotz der positiven Aspekte.

Zukunftsausblick und Flottenmodernisierung

Royal Jordanian hat sich nicht nur mit der Modernisierung der bestehenden Flotte auseinandergesetzt, sondern auch eine Bestellung für vier neue Boeing 787-9 Dreamliner aufgegeben. Diese Entscheidung, die am 11. November 2025 bekannt gegeben wurde, ist Teil der strategischen Expansion der Airline und soll ihre Wettbewerbsfähigkeit im mittleren Osten stärken. Der 787-9 Dreamliner bietet eine längere Kabine, was mehr Passagiere ermöglicht, ohne Kompromisse bei der Treibstoffeffizienz einzugehen. Diese Investition zeigt, dass Royal Jordanian gewillt ist, die Herausforderungen der Luftfahrtbranche anzugehen und gleichzeitig die Kundenerfahrung zu verbessern.

Es bleibt abzuwarten, ob diese Maßnahmen ausreichen, um die Airline auf Kurs zu bringen. Schließlich ist der Luftverkehr ein hart umkämpftes Geschäft, und die Passagiere haben hohe Erwartungen. Vielleicht wird die nächste Reise mit Royal Jordanian ein wenig besser – oder auch nicht. Aber spannend bleibt es allemal!