Die Welt der Vielfliegermeilen ist ein faszinierendes und manchmal auch verwirrendes Terrain. Besonders im Bereich der Prämienflüge hat sich in den letzten Jahren einiges getan. So hat Flying Blue, das Vielfliegerprogramm von Air France und KLM, dynamische Preise für Prämienflüge eingeführt. Das macht es nicht gerade einfach, attraktive Einlösungen zu finden. Trotzdem gibt es nach wie vor zahlreiche „Sweetspots“, die das Reisen über den Atlantik in der Business Class oder zu exotischen Zielen im Südpazifik verlockend gestalten. Wer auf der Suche nach Schnäppchen ist, sollte die monatlich reduzierten Flying Blue Promo Awards im Auge behalten. Hier gibt es die Möglichkeit, Prämienflüge in Economy, Premium Economy und Business Class um 25 % günstiger zu buchen – allerdings ohne die Option zur Stornierung.

Für Transatlantikflüge in der Business Class muss man mit einem Einsatz von mindestens 45.000 Meilen rechnen. Das entspricht circa 56.250 Membership Rewards Punkten, und die Steuern und Gebühren liegen bei etwa 400 bis 500 Euro. Besonders reizvoll sind Flüge wie beispielsweise von Paris nach Los Angeles für 60.000 Meilen plus 512 Euro Steuern. Wer nach Nordamerika oder Asien reisen möchte, findet auch bei SAS einige attraktive Prämienflüge, wie etwa von Kopenhagen nach Boston für 70.300 Meilen und nur 104 Euro Steuern. Ein weiteres Highlight sind die Flüge mit Air Europa, die Transatlantikflüge ohne Treibstoffzuschläge anbieten. Der Flug von Madrid nach Havanna kostet dort 55.500 Meilen und lediglich 25 Euro Steuern.

Exotische Ziele und interessante Angebote

Vietnam Airlines bietet Flüge nach Vietnam ab 64.000 Meilen oneway an, etwa von München nach Hanoi für 63.500 Meilen und 500 Euro Steuern. China Airlines hat Flüge nach Taipeh ab 57.000 Meilen im Angebot, wobei man hier mit stark eingeschränkten Verfügbarkeiten rechnen muss: Steuern liegen bei ungefähr 200 Euro. Auch Delta hat interessante Angebote, allerdings muss man bei Transatlantikstrecken ab Europa mit hohen Zuzahlungen rechnen, während die Zuzahlungen bei Flügen von den USA nach Europa geringer ausfallen.

Für Reisende, die es in die Emirate zieht, sind Etihad Business Class Flüge ab 35.000 bis 40.000 Meilen oneway eine Überlegung wert, etwa von München nach Abu Dhabi für 39.000 Meilen und 200 Euro Steuern. Virgin Atlantic bietet Upper Class Flüge ab 63.000 Meilen und 200 Euro Steuern an, wobei die Steuern bei Flügen ab London höher ausfallen können. Für die luxuriösen Air France La Premiere First Class Flüge sind allerdings 250.000 bis 350.000 Meilen fällig, und diese sind nur für Platinum und Ultimate Statusinhaber buchbar.

Die Möglichkeit, Prämienflüge innerhalb Afrikas ab 10.000 Meilen zu buchen, ist ein echter Geheimtipp. Zum Beispiel von Frankfurt nach Marrakesch für nur 10.000 Meilen und 90 Euro Steuern. Auch Flüge innerhalb Asiens sind interessant, Business Class Flüge ab 15.000 Meilen, wie etwa von Jakarta nach Singapur, kosten 15.000 Meilen und 70 Euro. Das ganze wird abgerundet durch die Option, einen Stopover ohne zusätzliche Meilenkosten zu machen, was die Planung von Reisen mit mehreren Zielen erleichtert. Und das Beste: Flying Blue Meilen können auch durch American Express Membership Rewards Punkte gesammelt werden.

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Tipps zur optimalen Nutzung von Vielfliegermeilen

Um die gesammelten Meilen optimal zu nutzen, gibt es einige hilfreiche Tipps. Zum Beispiel sollte man darauf achten, dass man seine Punkte nachträglich anrechnen lassen kann, wenn die Meilen nicht automatisch gutgeschrieben wurden. Einfach die Bordkarte bei der entsprechenden Fluggesellschaft einreichen und hoffen, dass die Meilen nachträglich gutgeschrieben werden. Auch die Nutzung einer Kreditkarte, die mit einem Bonusprogramm verbunden ist, kann eine gute Strategie sein, um beim Bezahlen zusätzliche Meilen zu sammeln.

Ebenfalls wichtig: Das Verfallsdatum der Bonuspunkte im Auge zu behalten! Prämienmeilen verfallen nach etwa 36 Monaten, es sei denn, man hat einen bestimmten Status oder nutzt eine spezielle Kreditkarte. Wer einmal nicht genug Meilen hat, kann sogar fehlende Punkte kaufen, um eine Prämie einzulösen, wobei man beachten sollte, dass gekaufte Meilen nicht 1:1 den gesammelten Meilen entsprechen. Ein weiterer interessanter Aspekt ist die Möglichkeit, gesammelte Meilen an Freunde oder Familie abzugeben oder in Form von Flugtickets weiterzugeben. Und nicht zu vergessen: Die Anmeldung beim Newsletter des Meilenprogramms kann sich lohnen, da man so über aktuelle Aktionen und neue Prämien informiert wird und manchmal sogar doppelte Meilen oder Boni bei Partnern erhält.

Wenn man all diese Aspekte in Betracht zieht, wird das Reisen mit Meilen zu einem spannenden Abenteuer. Man kann nicht nur die Welt erkunden, sondern auch bei der Planung und Buchung kreativ werden und dabei ordentlich sparen. Also, packt die Koffer und los geht’s – die nächste Reise wartet!