Heute ist der 16.06.2026. Am 15. Juni fand die Veranstaltung „Global Sustainomy Outlook #1“ statt, organisiert von BiOST, dem Institute of Systematic Transformation und BRANDi and Companies. Das Thema, das die Aufmerksamkeit der Teilnehmenden auf sich zog, war „Beyond GDP: ก้าวข้ามขีดจำกัดการเติบโต สู่ตัวชี้วัดเศรษฐกิจคุณภาพแห่งอนาคต“. Die Einführung des Global Sustainomy Index (GSi) stand im Mittelpunkt, ein neuer Indikator, der die „Qualität des Wachstums“ in Verbindung mit der wirtschaftlichen Größe beleuchtet.

Die Diskussion drehte sich um eine zentrale Frage: Wachsen Länder nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ und zukunftsfähig? Piyachart Isarapakdee, Chief Sustainomist von BiOST und CEO von BRANDi and Companies, brachte es auf den Punkt, als er die bisherige Verwendung des BIP als Hauptindikator für wirtschaftliche Aktivitäten kritisierte. In Zeiten voller Unsicherheiten reicht es nicht mehr aus, lediglich quantitative Wachstumszahlen zu betrachten.

Der Global Sustainomy Index

Der GSi, entwickelt als „GDP+“, soll eine umfassendere Bewertung des Wirtschaftssystems ermöglichen. Dabei kombiniert er das nominale BIP mit einem „5 Pillars Score“, der fünf wichtige Säulen umfasst:

  • Source of Growth (Diversified Growth): Hier wird die Qualität der Wachstumsquellen bewertet.
  • Inclusion & Social Mobility (Inclusive Growth): Diese Säule beschäftigt sich mit der Verteilung der Wachstumsgewinne und dem Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen.
  • Institutional Capacity & Mechanisms (Systematic Growth): Es wird die Fähigkeit der Institutionen und der Regierung zur effektiven Veränderung untersucht.
  • Equitable Transition Readiness (Responsible Growth): Bewertet wird die Bereitschaft zur gerechten wirtschaftlichen und ökologischen Transformation.
  • Long-term Resilience & Shock Readiness (Resilient Growth): Diese Säule betrachtet die Fähigkeit des Systems, Krisen und externe Schocks zu bewältigen.

Aktuell befindet sich der GSi in der Beta-Version und zielt nicht darauf ab, ein Ranking zu erstellen, sondern Benchmarking zu ermöglichen, um Entwicklungslücken zu identifizieren. Erfreulicherweise liegt die durchschnittliche GSi-Bewertung weltweit bei 53 von 100 Punkten. Für Thailand wird eine GSi-Bewertung von 58 Punkten für 2025 prognostiziert, was das Land als „Structurally Constrained Developers“ kategorisiert. Hier liegt ein gewisses Potenzial, das jedoch durch strukturelle Herausforderungen eingeschränkt wird. Thailand steht vor der Empfehlung, sich von einem High Income Country zu einem High Quality Country zu entwickeln.

Die Rolle des BIP und alternative Indizes

Das BIP wird seit fast 80 Jahren als Maß für den Wohlstand verwendet, hat jedoch seine Grenzen. Es garantiert keine gemeinsamen Vorteile oder nachhaltiges Wachstum. Der Inclusive Growth Index der UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (UNCTAD) kombiniert das BIP mit Daten zu Lebensbedingungen, Gleichheit und ökologischer Nachhaltigkeit. Dieser Index wurde 2022 eingeführt und 2023 auf 134 Länder ausgeweitet, die 95% der Weltbevölkerung und 97% des globalen BIP repräsentieren.

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Am 10. März wurden neue Daten veröffentlicht, die zeigen, dass trotz bestehender Ungleichheiten einige Lücken kleiner werden. Zum Beispiel erzielen entwickelte Volkswirtschaften im Durchschnitt fast doppelt so hohe Werte im Bereich inklusives Wachstum wie Entwicklungsländer. Luxemburg, Norwegen und Dänemark führen die Rangliste an, während nur zwei Entwicklungsländer, Singapur und die Vereinigten Arabischen Emirate, unter den Top 30 zu finden sind.

Ein interessanter Aspekt ist die Gleichheitskomponente des Index, die misst, wie gleichmäßig Chancen und Vorteile in der Bevölkerung verteilt sind. Länder wie die VAE und China erreichen dabei sogar den Median der entwickelten Volkswirtschaften. Das zeigt, dass es durchaus Fortschritte gibt, auch wenn die Herausforderungen weiterhin bestehen.

Die ökologischen Dimensionen variieren stark zwischen den Regionen, wobei entwickelte Volkswirtschaften dank besserer Politiken und Infrastruktur oft besser abschneiden. Hier könnte der GSi, als neues Maß für nachhaltiges Wachstum, eine wichtige Rolle spielen.

Die Diskussion, die auf der Veranstaltung stattfand, war nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch orientiert. Der GSi stellt die Frage nach der Qualität des Wachstums und fordert dazu auf, über die bloße Geschwindigkeit des Wachstums hinauszudenken. In einer Welt, in der die Herausforderungen immer komplexer werden, könnte dieser Ansatz einen neuen Weg für zukünftige wirtschaftliche Entwicklungen ebnen.