Heute ist der 27.06.2026. Vor kurzem, am 25. Juni, fand in Bangkok eine Veranstaltung des Projekts MA-RE-DESIGN statt, die sich ganz dem Thema nachhaltiges Verpackungsmanagement und der Vermeidung von Meeresmüll in Thailand widmete. Es wurde gefeiert – und das nicht ohne Grund. Das Projekt, das bis 2026 läuft und von der deutschen Bundesregierung finanziell unterstützt wird, hat sich das Ziel gesetzt, die Plastikverwendung zu reduzieren und Recycling zu fördern, um so den Plastikmüll in die Ozeane zu verhindern. Jährlich landen schätzungsweise 11 Millionen Tonnen Plastik in unseren Meeren, und diese Zahl könnte sich bis 2583 sogar verdoppeln. Ein beunruhigender Gedanke!

In Thailand sind die Zahlen ebenso alarmierend: Über 25 Millionen Tonnen kommunalen Abfall fallen jährlich an, und davon macht Plastik etwa 12 Prozent aus. Die Herausforderungen sind groß, doch das MA-RE-DESIGN-Projekt begegnet diesen mit einer innovativen Herangehensweise. Es arbeitet eng mit internationalen Organisationen wie GIZ, WWF und UNEP zusammen, sowie mit lokalen Behörden und Ministerien. Lokale Initiativen in Koh Tao und Trang sollen als Modell für ein effektives Kreislaufwirtschaftsmanagement dienen. Diese Zusammenarbeit zeigt, wie wichtig es ist, das Thema Plastikmüll auf breiter Basis anzugehen.

Erfolge und Ausblick

Die Abschlussveranstaltung im Pullman King Power Hotel war ein wahrer Schmelztiegel der Ideen. Über 150 Teilnehmer aus verschiedenen Sektoren diskutierten die bisherigen Erfolge des Projekts und die künftige Ausrichtung. Besonders spannend ist der Austausch von Erfahrungen in der Region, den UNEP-COBSEA fördert. Es gibt immer mehr Bestrebungen, Systeme wie das Deposit Return System (DRS) und Wasserauffüllstationen einzuführen, die dazu beitragen sollen, den Plastikverbrauch zu minimieren.

Ein weiteres Anliegen des Projekts ist die Vorbereitung Thailands auf ein Extended Producer Responsibility (EPR) System. Hierbei geht es darum, die Hersteller mehr in die Verantwortung zu nehmen, was die Entsorgung und das Recycling ihrer Produkte angeht. GIZ unterstützt zudem nachhaltiges Design in der Privatwirtschaft, besonders für kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs) sowie Start-ups. Das klingt vielversprechend, oder? Es bleibt abzuwarten, wie diese Initiativen in der Praxis umgesetzt werden.

Globale Perspektiven

Wenn wir einen Blick über die Landesgrenzen werfen, wird das Thema Plastikmüll auch in Europa heiß diskutiert. Bis 2030 müssen in der EU 55 % aller Kunststoff-Verpackungen recycelt werden. Das ist eine enorme Herausforderung, denn die Recyclingrate lag 2022 bei etwa 40 %. Ab 2026 wird zudem der Export von Plastikabfällen in Nicht-OECD-Staaten verboten. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat bereits betont, dass funktionierende Verwertungsketten für Europa unerlässlich sind. Die Frage bleibt: Wie schaffen wir das?

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Mechanisches Recycling, bei dem Abfälle sortiert, gewaschen und eingeschmolzen werden, ist der bevorzugte Weg. Chemisches Recycling, das auch Misch- und Verbundstoffe recyceln kann, steht jedoch noch am Anfang und hat derzeit weniger als 1 % Marktanteil. Experten warnen, dass dies nicht alle Probleme lösen kann. Ein globales Abkommen gegen Plastikmüll scheiterte 2025 nach jahrelangen Verhandlungen. Das ist einfach nur frustrierend!

Während also viele Länder an internationalen rechtlichen Rahmenbedingungen zur Bekämpfung von Plastikverschmutzung arbeiten, zeigt sich, dass es nicht nur um Recycling allein gehen kann. Maßnahmen zur Vermeidung und Reduzierung des Plastikverbrauchs sind ebenso notwendig. Wir stehen vor einer echten Herausforderung, und es ist wichtig, dass wir alle an einem Strang ziehen, um die Welt ein Stückchen besser zu machen. Es bleibt spannend, wie sich die Situation in den kommenden Jahren entwickeln wird.