Heute ist der 26.05.2026 und wir gedenken eines tragischen Ereignisses, das sich vor 35 Jahren in der Luftfahrtgeschichte ereignet hat. Am 25. Mai 1991 startete das Unglücksflugzeug, eine Boeing 767-3Z9ER mit dem Namen „Mozart“, von Wien in Richtung Bangkok. Der Flug sollte eine lange Reise in die thailändische Hauptstadt sein, doch was folgte, war ein Albtraum, der die Luftfahrtwelt erschütterte.
Die Crew des Flugs NG 004 bestand unter anderem aus dem erfahrenen Kapitän Thomas Welch. Welch, 48 Jahre alt und mit einer beeindruckenden Gesamtflugerfahrung von 11.750 Stunden, war ein erfahrener Pilot. Vor seiner Zeit bei Lauda Air flog er bei Eastern Airlines, bis diese 1989 pleiteging. Welch pendelte zwischen den USA und Österreich und besaß eine US-amerikanische Verkehrspilotenlizenz, die bis Ende 1991 in Österreich anerkannt war. Er war auch verheiratet und Vater von zwei erwachsenen Kindern.
Der Start und die Probleme
Der Flug NG 004 startete am 26. Mai 1991 gegen 23 Uhr Ortszeit in Bangkok. Kaum in der Luft, meldete das Flugzeug eine Fehlfunktion: die Schubumkehr des linken Triebwerks zeigte einen Fehler an. Komischerweise hatte dieser Fehler bereits am 28. Dezember 1990 aufgetreten, aber Lauda Air hatte nicht reagiert. Statt das Flugzeug entweder zu reparieren oder außer Betrieb zu nehmen, wurde die „Mozart“ weiterhin eingesetzt – eine Entscheidung, die sich fatal auswirken sollte.
Obwohl die Piloten das „Quick Reference Handbook“ konsultierten, fanden sie keinen Warnhinweis. Nach 15 Minuten im Flug öffnete sich die Schubumkehr des linken Triebwerks, und Kapitän Welch sowie sein Co-Pilot kämpften 29 Sekunden lang um die Kontrolle. Eine manuelle Unterbrechung der Treibstoffzufuhr war zwar möglich, aber leider zu spät. Der Auftriebsverlust an der linken Tragfläche betrug mindestens 25 Prozent. In einem schrecklichen Moment zerbrach „Mozart“ in der Luft und die Trümmer stürzten in den thailändischen Dschungel, während die Hoffnung auf eine sichere Landung schwand.
Die Folgen und die Trauer
Die Leiche von Kapitän Thomas Welch wurde später geborgen und identifiziert. Dieses Unglück hat nicht nur die Angehörigen von Welch und den anderen Passagieren tief getroffen, sondern auch die gesamte Luftfahrtindustrie in Aufruhr versetzt. Es stellt sich die Frage, wie es möglich sein konnte, dass ein Flugzeug mit bekannten Mängeln weiterflog. Ein Fehler, der innerhalb von 500 Stunden hätte behoben werden müssen, wurde ignoriert – eine Entscheidung, die unzählige Leben kostete.
Die Tragödie zeigt, dass Sicherheit in der Luftfahrt an oberster Stelle stehen muss. Es gab zahlreiche Untersuchungen und Lektionen, die aus diesem Vorfall gezogen wurden. Die Luftfahrtbehörden haben seither strengere Richtlinien eingeführt, um sicherzustellen, dass solche Fehler nicht mehr vorkommen. Auch wenn die Zeit vergangen ist, bleibt das Andenken an die Opfer und die Lehren aus der Vergangenheit in den Herzen der Menschen.
Für mehr Informationen zu diesem tragischen Vorfall können Sie die vollständige Geschichte hier nachlesen.