Heute ist der 4.05.2026. Schach, das Spiel der Könige, erfreut sich in Vietnam großer Beliebtheit. Der Schachsport hat sich hier zu einer echten Hochburg entwickelt, und das nicht ohne Grund. In Vietnam gibt es derzeit 13 männliche Schachgroßmeister, die das Land auf der internationalen Bühne vertreten. Namen wie Dao Thien Hai, Le Quang Liem und Bui Vinh sind nicht nur unter Schachspielern bekannt, sondern auch in der breiten Öffentlichkeit. Besonders herausragend ist Le Quang Liem, der mit einer Elo-Zahl von 2731 auf Platz 19 der Weltrangliste rangiert. Ein echtes Schwergewicht, wenn man bedenkt, dass er 2013 den Titel bei der Blitzschach-Weltmeisterschaft gewonnen hat! Das war ein echter Grund zu feiern.

Doch die Erfolge im Schach sind nicht nur auf die männlichen Spieler beschränkt. Auch die Frauen sind im Aufwind! Vietnam hat sieben weibliche Großmeisterinnen, darunter Pham Le Thao Nguyen und Hoang Thi Bao Tram. Sie sind die Vorbilder für viele junge Talente, die in den Startlöchern stehen. Besonders die 15-jährige Dau Khuong Duy hat großes Potenzial und benötigt eine gute Ausgangsbasis für ihre Entwicklung. Sie hat kürzlich das Bangkok Open International Chess Tournament in Thailand gewonnen und sich damit ihre zweite Norm für den Großmeistertitel gesichert. Ein echter Triumph für die junge Spielerin!

Herausforderungen und Chancen

Der vietnamesische Schachsport hat sich in den letzten Jahren als dominierende Kraft in Südostasien etabliert und zählt zu den besten in Asien. Doch es gibt auch Herausforderungen. Trainer und Eltern betonen oft, wie schwierig es ist, Spieler von internationalem Jugendniveau auf das Weltniveau zu fördern. Es mangelt an finanzieller Unterstützung, und viele talentierte Spieler wechseln aufgrund wirtschaftlicher Unsicherheiten in andere Bereiche. Das ist schade, denn der Erfolg vietnamesischer Schachspieler basiert größtenteils auf familiären Investitionen. Manchmal fragt man sich, wo all die Unterstützung bleibt, wenn man die Talente sieht, die sich in den letzten Jahren hervorgetan haben.

Die vietnamesischen Spieler nehmen regelmäßig an Online-Turnieren teil und messen sich mit internationalen Gegnern. Ein weiterer bemerkenswerter Punkt ist, dass Vietnam von 2011 bis 2019 Gastgeber des HD Bank International Chess Tournament war, das jedoch aufgrund der Covid-19-Pandemie unterbrochen wurde. Bis heute hat sich das Turnier nicht wieder erholt, und die Schachgemeinschaft hofft, dass es bald wieder stattfinden kann. Die Organisatoren Bui Vinh und Nguyen Anh Dung haben zwar offene Schachturniere ins Leben gerufen, aber diese waren eher klein und mit geringen Preisgeldern ausgestattet.

Ein Blick in die Zukunft

Die vietnamesischen Schachspieler haben bei Jugendweltmeisterschaften beachtliche Erfolge erzielt. Ein Beispiel ist Huyen My, die 2026 Gold im Schnellschach U8 bei der Jugendweltmeisterschaft in Serbien gewann. Solche Erfolge sind wichtig, um das Interesse am Schach weiter zu fördern. Trainer und Eltern hoffen auf mehr Aufmerksamkeit und Investitionen für den vietnamesischen Schachsport, damit Talente wie Dau Khuong Duy die Möglichkeit haben, sich weiterzuentwickeln und vielleicht eines Tages wieder auf der Weltbühne zu glänzen.

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Die Schachszene in Vietnam steckt voller Potenzial, und man kann nur hoffen, dass die Unterstützung für diesen faszinierenden Sport weiter wächst. Es wäre einfach schade, wenn das Land mit so vielen talentierten Spielern und einer reichen Schachtradition im Schatten anderer Nationen bleibt. Schach ist nicht nur ein Spiel, sondern auch eine Kunstform, die das Denken, die Strategie und die Geduld fördert. Vietnam hat die Möglichkeit, weiterhin eine bedeutende Rolle in der Schachwelt zu spielen und vielleicht schon bald wieder große Erfolge auf internationalem Niveau zu feiern. Bleiben wir also gespannt, was die Zukunft für die Schachspieler aus Vietnam bereithält! [Mehr dazu hier].