Die thailändische Regierung hat sich viel vorgenommen! Ihr Ziel ist es, die Wirtschaft des Landes stabil, stark und nachhaltig zu gestalten. Bis zum Jahr 2581, also in zwölf Jahren, will Thailand den Sprung zu einem Hochlohnland schaffen. Das Pro-Kopf-Einkommen soll von derzeit 8.000-9.000 USD auf beeindruckende 15.000 USD steigen. Ein ambitioniertes Vorhaben, das schon frühere Regierungen, einschließlich der von General Prayuth Chan-o-cha, mit einer 20-Jahres-Strategie (2018-2038) anvisiert hatten. Am 22. Juni 2569 fand eine Sitzung des Joint Public-Private Committee unter Premierminister Anutin Charnvirakul statt, um diese wirtschaftlichen Herausforderungen zu besprechen. Solche Treffen sollen alle 4-6 Wochen stattfinden und sich auf die Wettbewerbsfähigkeit in Bereichen wie Industrie, Landwirtschaft, Energie, Arbeit und Handel konzentrieren.

Der stellvertretende Ministerpräsident und Finanzminister Ekkanit Nitithanprapas hat bereits eine Strategie präsentiert, um diese Hochlohnland-Ziele zu erreichen. Dabei wird eng mit der Weltbank zusammengearbeitet, um sieben Schlüsselindustrien zu identifizieren, die als Motoren für das Wachstum fungieren sollen. Dazu zählen hochwertige Landwirtschaft und Lebensmittel, die Zukunftsautomobilindustrie, intelligente Elektronik und digitale Technologien, die pharmazeutische Industrie, Qualitäts-Tourismus (insbesondere Wellness-Tourismus), der Handel, der Thailands geografische Lage nutzt, sowie die Kreativwirtschaft zur Schaffung neuer Einnahmequellen. Das Ziel ist es, Thailand unter die Top 20 der Wettbewerbsfähigkeit im IMD-Ranking zu bringen, aktuell steht das Land auf Platz 26.

Investitionen und Bildung im Fokus

Die vier Hauptpfeiler zur wirtschaftlichen Entwicklung sind klar definiert: neue Investitionen durch Future Investment Hub und Fast Plus-Projekte, ein Fokus auf qualitativ hochwertigen Tourismus und Dienstleistungen, die Förderung von Human Capital mit einem Schwerpunkt auf STEM-Ausbildung sowie die Effizienzsteigerung des Staates durch Reformen und Digitalisierung. Kurzfristige Ziele sollen innerhalb von 6-12 Monaten erreicht werden, während langfristige Ziele in vier Jahren als Grundlage für die 12-Jahres-Ziele gelegt werden sollen. Die Vizepremierministerin Supachai Suttharmpan hebt die Wichtigkeit hervor, Freihandelsabkommen (FTA) mit wichtigen Partnern bis Ende 2569 abzuschließen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Unterstützung der Weltbank, die seit über 75 Jahren Partner Thailands in der Entwicklung ist. Sie hilft nicht nur, Herausforderungen im täglichen Leben zu adressieren, sondern unterstützt auch mit Zuschussfinanzierungen und technischer Hilfe. Von FY2019 bis FY2025 hat die Weltbank 70 Millionen US-Dollar bereitgestellt, um Thailand in verschiedenen Bereichen zu unterstützen, darunter Makroökonomisches Management, Stadtentwicklung und Armutsbekämpfung. Aktuell arbeitet sie an mehreren technischen Unterstützungs- und Investitionslösungen, wie beispielsweise dem „Thailand Resilient Transport Connectivity“ oder dem „Chao Phraya Basin Flood Management Operation“.

Wachstum und neue Chancen

Die Warnungen sind deutlich: Thailand hat ein stagnierendes Wirtschaftswachstum von rund zwei Prozent im Jahr 2025. Melinda Good, Abteilungsleiterin der Weltbank für Thailand und Myanmar, betont, dass das Land den Anschluss an die Gruppe der Hochlohnländer verlieren könnte, wenn nicht schnell gehandelt wird. Um bis 2037 den Status als Hochlohnland zu erreichen, muss Thailand seinen wirtschaftlichen Wandel beschleunigen. Sie skizzierte fünf Zukunftsbranchen, die als neue Wachstumssäulen dienen sollen: grüne und fortschrittliche Fertigung, Agrarwirtschaft, nachhaltiger Gesundheitstourismus, digitale Dienstleistungen und Kreativwirtschaft. Eine klare politische Abstimmung und engere sektorübergreifende Zusammenarbeit sind unerlässlich.

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Die Entwicklung eines Startup-Ökosystems, die schnelle Weiterbildung der Arbeitskräfte in gefragten Feldern wie KI oder Solarenergie, sowie massive Investitionen in saubere Energie und Forschung sind ebenfalls notwendig. Thailand hat starke Grundlagen: eine robuste Produktionsbasis und kulturelle Ressourcen, doch das verbindende Element fehlt. Die Unterstützung der Weltbank bei der Entwicklung kohlenstoffarmer Modellstädte könnte als Katalysator für Innovation und Nachhaltigkeit fungieren.

Für Thailand wird es also spannend. Die Jahrestagung von IWF und Weltbank 2026 findet in Bangkok statt, das ist das erste Mal seit über 30 Jahren. Das bietet dem Land ein „einzigartiges Zeitfenster“, um seine Ambitionen und Fortschritte zu präsentieren. Die nächsten Jahre könnten für Thailand entscheidend sein, und es bleibt abzuwarten, ob die Ziele erreicht werden können. Bleiben wir dran!

Für weitere Informationen und Details zu den Entwicklungen in Thailand besuchen Sie bitte die Bangkok Biz News, die Weltbank und die Schönes Thailand Website.