Heute ist der 21.07.2026 und die Diskussion über Naturschutz und nachhaltige Entwicklung gewinnt immer mehr an Bedeutung. Gerade in Thailand wird mit der Veranstaltung „EARTH JUMP 2026“, organisiert von der Kasikornbank und globalen Partnern, ein spannendes Thema aufgegriffen: „Nature 2.0: Blue Carbon, Biodiversity Credit und Digital Platform“. Dabei geht es um die Fortschritte des Landes in Bezug auf Blue Carbon und Biodiversität, und es wird darüber diskutiert, wie digitale Plattformen diese Initiativen unterstützen können. Ein großes Ziel dieser Diskussion ist die Wiederherstellung der Natur – und das möglichst nah am ursprünglichen Zustand. Die Wichtigkeit von Carbon Credits und Biodiversity Credits wird nicht nur betont, sondern es wird auch die Notwendigkeit neuer Finanzierungsmöglichkeiten hervorgehoben.

Teilnehmer, wie M.L. Dispanadda Diskul von der Mae Fah Luang Foundation und Dr. Thanit Changthaworn vom Büro für biobasierte Wirtschaftsentwicklung (BEDO), sprechen über die Herausforderungen, die es gibt, um die Natur zu schützen und gleichzeitig die Renditen für Investoren zu sichern. Ein Beispielprojekt, das in Phang Nga läuft, zeigt, wie über 1.000 Dorfbewohner in die Bewertung von Carbon Credits und Biodiversität eingebunden sind. Doch die rechtlichen Rahmenbedingungen sind oft noch unklar, was den Zugang der Privatwirtschaft zu diesen Gebieten erschwert. Dr. Thanit weist darauf hin, dass für den Erhalt der Biodiversität jährlich 700 Milliarden USD benötigt werden. Ein hoher Betrag, der zeigt, wie dringend neue Ansätze in der Finanzierung gefordert sind.

Der Wandel zu Nature Credits

Ein zentraler Punkt der Diskussion ist der Übergang von Carbon Credits zu Nature Credits und Biodiversity Credits. Dies ist besonders wichtig, da es über 50 Bewertungsmethoden für Biodiversity Credits gibt, die jedoch nicht alle universell anwendbar sind. BEDO arbeitet daran, eine Balance zwischen ökologischer Angemessenheit und international anerkannten Standards zu finden. Herr Nakorn Trakvirapat von der Greenhouse Gas Management Organization (TGO) hebt hervor, dass der Wert der Natur oft zu niedrig eingeschätzt wird, was die Wirtschaftlichkeit von Naturschutzmaßnahmen beeinträchtigt. In dem Kontext ist auch die Rolle der Kasikornbank von Bedeutung, die seit 2018 aktiv im Carbon Credit-Markt investiert und 80% des Marktes in den ersten vier Jahren hält.

Die Tokenization von Carbon Credits könnte die Transparenz und den Wert dieser Credits erheblich steigern. Mit dem Projekt K-Climate Solutions bietet die Kasikornbank umfassende Lösungen, um Unternehmen bei der Umstellung auf eine kohlenstoffarme Wirtschaft zu unterstützen. Dazu gehören ESG-Bewertungen, CO2-Berechnungsplattformen und spezielle Kredite für nachhaltige Unternehmen.

Globale Perspektiven auf Blue Carbon

Ein Blick auf den globalen Markt zeigt, dass bis März 2025 in 25 Ländern, die als Quellen für Blue Carbon Projekte identifiziert wurden, nur 12 Carbon Credits ausgegeben hatten. Diese Credits trugen nur 0,35% zum Gesamtvolumen und 0,91% zu den naturbasierten Lösungen im Markt bei. Ein bedeutender Anstieg bei der Ausgabe von Carbon Credits (BCCs) war jedoch zwischen 2020 und 2025 zu beobachten: Die Zahl stieg von über 1 Million auf etwa 6,96 Millionen, wobei Pakistan eine dominierende Rolle spielt und 69% des Marktes hält. Die Hauptkäufer dieser Credits sind Unternehmen und Regierungen aus dem Globalen Norden, während die Quelle in den Globalen Süden liegt.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Entwicklung eines fairen freiwilligen Kohlenstoffmarktes erfordert Transparenz und Dokumentation der Vorteile von Blue Carbon Projekten. Die Preise für BCCs variieren zwischen 5 und 35 USD pro Tonne CO₂-Äquivalent, wobei insbesondere Mangrovenprojekte höhere Preise erzielen. Die Nachfrage wächst, und das Potenzial für den internationalen Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung ist enorm. Das bestätigt auch ein neues Infosheet, das am 23. April 2026 veröffentlicht wurde und einen Überblick über die Rolle von Mangroven, Seegraswiesen und Salzmarschen als Kohlenstoffspeicher bietet.

Nachhaltige Entwicklung im Fokus

Wissenschaftler und Experten, wie Peter Renner von der Stiftung Allianz für Entwicklung und Klima, betonen die Wichtigkeit dieser Ökosysteme für den Klimaschutz und die Verbesserung der Lebensgrundlagen lokaler Gemeinschaften. Das Infosheet soll Akteuren helfen, fundierte Entscheidungen im Bereich naturbasierter Klimaschutzlösungen zu treffen. Dr. Olivia Henke ergänzt, dass Küstenökosysteme nicht nur CO₂ binden, sondern auch Biodiversität und Lebensgrundlagen schützen. Die Herausforderungen sind groß, doch die Möglichkeiten für eine nachhaltige Zukunft sind ebenso vielversprechend.